Informationsverhalten von Nutzern die sich im Internet über Drogen informieren

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Anhand des Angebots und die Nutzung von vier Websites (Internetportale) informieren wir in diesem Seminar über das Informationsverhalten von Internetnutzern zu den sogenannten Drogen.

Empfehlung

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www.psi-tv.tk
Videodokumentationen rund um das Thema


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EROWID
Hintergründe, Essays, weitere Informationen

Die vier Websites registrierten im vergangenem Jahr insgesamt etwa 2,5 Millionen Besucher, in den ersten acht Monaten dieses Jahres waren es insgesamt gut zwei Millionen Besucher. Alle vier Websites stellen Informationen zu verschiedenen psychotrop wirkenden Substanzen zur Verfügung, geben Hinweise zur Schadensminderung beim Gebrauch solcher Substanzen und leisten einen Beitrag zur Aufklärung im Sinne von Drogenkompetenz und Drogenmündigkeit.

Damit wird den Nutzern dieser Angebote eine Hilfestellung zu einem vernünftigen und effizenten Risikomanagement gegeben. Weitere Gemeinsamkeiten dieser Websites sind das Nichtvorhandensein von Werbung jeglicher Art (nicht kommerzell), die Gleichartigkeit aller Verweise (Links) zu anderen Websites in den Webverzeichnissen (Linksammlungen) sowie eine stringente Struktur der Navigation und Information (kein Schnickschnack mit bewegten Bildern oder anderen speziellen optischen Effekten).

Steigendes Interesse nach Informationen zu Opiaten

Das Monitoring von Websites heißt die Nutzung der Angebote auf Websites zu analysieren. Diese Analysen geben Aufschlüsse über das Interesse der Nutzer bezüglich der angebotenen Informationen respektive über das Interesse bestimmte Informationen in Form von Erfahrungsberichten oder Beiträgen in Foren weiterzugeben. Hierbei zeigt sich derzeit ein Trend an, dass vermehrt Informationen zu Opiaten (u.a. Heroin) weitergegeben werden wie auch nachgefragt werden.

Das Interesse für Erfahrungsberichte zu Heroin hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen, jedoch nicht das Interesse für redaktionelle Informationen zu Heroin. Hier zeigen die Statistiken (noch) keine signifikante Zunahme der Aufrufe entsprechender Dateien an. Offenbar scheinen Personen, die sich für Heroin interessieren, lieber Berichte zu lesen, die von Menschen stammen, die diese Substanz aus eigener Erfahrung kennen, als Artikel von Experten in Redaktionen. Dies deutet darauf hin, dass das Vertrauen von den Besuchern der Websites bezüglich Informationen zu Heroin, die von Institutionen respektive Redaktionen stammen, weit geringer ist als das Vertrauen in Informationen, die von Konsumenten weitergegeben werden. Ob dies auf die jahrzehnte lang andauernde gesellschaftliche diskriminierung der Heroinkonsumenten zurückzuführen ist und ob dies mit der damit einhergehenden Propaganda zusammenhängt, kann derzeit noch nicht mit Sicherheit festgestellt werden, muss aber als wahrscheinlich angenommen werden. Auf jeden Fall wird dieses Thema am angekündigten Workshop in der Offenen Uni diskutiert werden.

Heroin wird in weiten Teilen der Gesellschaft als »Verliererdroge« bezeichnet. Damit meinen viele Menschen, dass wer Heroin konsumiert, früher oder später ein Verlierer sein wird. Doch wenige Menschen bedenken dabei, dass Heroin nicht selten von Verlierern eingenommen wird, um das Verlorensein besser ertragen zu können. In diesem Zyklus ist die primäre Ursache für den Konsum das Empfinden, ein Verlierer zu sein – der Konsum von Heroin ist eine Folge davon und nicht unbedingt die Ursache dafür. Eine Gesellschaft, die bestimmte Gruppen von Menschen ausgrenzt und durch Verweigerung von Teilhabe in die Isolation treibt und zu Verlierern macht, wird aller Wahrscheinlichkeit nach viel eher für ein »Heroinproblem« anfällig sein, als eine Gesellschaft, die integrativ die Teilhabe aller fördert. Aufbauend auf dieser Erkenntnis soll am Workshop diskutiert werden, welche Parallelen in kultureller, politischer und gesellschaftlicher Hinsicht zu Beginn der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts, als der Konsum von Heroin stark zunahm, und heute existieren und welche Fehler aus politischer Sicht damals gemacht wurden und wie man heute solche Fehler vermeiden respektive verhindern kann.

Pressemitteilung vom 15. Oktober 2007 zum Monitoring von Websites und zum Workshop am 19. Oktober 2007 http://www.eve-rave.net/abfahrer/presse/presse07-10-15.html

Pressemitteilung vom 28. September 2007 zur Nutzung von Drogeninformationen mit ausführlichen Hintergrundinformationen und zahlreiche Tabellen mit statistischen Angaben zur Entwicklung in den letzten Jahren http://www.eve-rave.net/abfahrer/presse/presse07-09-28.html


Wann

  • 19.10.2007 ab 18 Uhr

Location

Wege zur Offenen Uni BerlinS

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  • 1: Philippstr. 13, [Hauptzugang]
  • 2: Hannoversche Str. 27, [zugänglich: Mo-Fr, 5-20 Uhr]
  • 3: Claire-Waldoff-Str. (Dreispitzpassage), [zugänglich: Mo-Fr, 5-20 Uhr]
  • 4: Luisenstr. 56, [zugänglich: Mo-Fr, 5-20 Uhr]

Inhaltsverzeichnis


Hintergrundmaterial

Weiterhin in dieser Veranstaltungsreihe

vorbei:

  • 7.-9. März 2008: Ausflug nach Wien, Teilnahme an der Demo für eine vernünftige und effektive Drogenpolitik und UNO Drogenkonferenz
  • 15. Februar 2008 11-13 Uhr: Geplante Demo der LAG Drogen Berlin, der Grünen Jugend und anderen am 15.02.08 von ca. 11 – 13 Uhr vor dem Bundesrat (Nordeingang, Leipzigerstrasse)
    • 18 Uhr: Salvia Divinorum Workshop
      • Zaubersalbei - Was ist dran? Wie wirkt es, was macht es? Diskussion rund um die Pflanze; Aktuelles zur Diskussion Genuss- oder Arzeimittel? Mit Tibor Harrach.
  • 25. Januar 2008, 20 Uhr: Drogenerkennung im Strassenverkehr Workshop. Wie geht die Polizei vor, worauf muss ich achten? Infos und Tipps zum Umgang mit der Polizei. Mit dem Autonomen Drogeninfostand.
  • 16. November 2007, 18 Uhr: Über das Konzept des Cannabis Social Club. Aus Spanien kommt ein neues interessantes Modell für die Deckung des Eigenbedarfs für volljährige Menschen. Das Modell beinhaltet einen nicht-kommerziellen Verein und kontrolliertes Anbauen. Vorstellung, Infos, Planung. Mit Martin Steldinger.
  • 26. Oktober 2007, 18 Uhr: Drogenerkennung im Strassenverkehr Workshop. Wie geht die Polizei vor, worauf muss ich achten? Infos und Tipps zum Umgang mit der Polizei. Mit dem Autonomen Drogeninfostand.
  • 19. Oktober 2007, 18 Uhr: Informationsverhalten von Nutzern die sich im Internet über Drogen informieren - dazu Informations-Desinformationspolitik der Bundesregierung am konkreten Beispiel. Mit Hans Cousto.

2006

2005


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